Vorschüsse auf Sanierungen

10 June 2014

Ab 1. Juli fördert das Land die Sanierung von Erstwohnungen durch einen Vorschuss auf die dafür vom Staat vorgesehenen Steuergutschriften.

50 Prozent der Kosten von maximal 96.000 Euro können auf der Grundlage des entsprechenden Staatsgesetzes bei Sanierungen privater Wohnungen von der Steuerschuld abgezogen werden, und zwar berechnet auf zehn Jahre. Damit die Wohnungs-Sanierer diese Summe aber nicht vorstrecken müssen (woran so manche Sanierung bisher gescheitert war), springt nun das Land mit einem Vorschuss auf die Steuergutschriften ein und gewährt ein zinsloses Darlehen mit einer Laufzeit von zehn Jahren, und zwar in Höhe von 50 Prozent der angefallenen oder anfallenden Kosten für die Sanierung.

Zugang zu diesem Darlehen verschafft zunächst eine Erklärung des Bauleiters über die 2014 und 2015 geplanten (oder bereits seit Anfang des Jahres durchgeführten) Arbeiten und die dafür anfallenden (oder angefallenen) Kosten. Für die Sanierungs-Vorschüsse gibt es allerdings zwei Einschränkungen, die erste: In den Genuss der Vorschüsse kommt man nur für Sanierungen von Erstwohnungen. Und Einschränkung Nummer zwei: Die Vorschüsse gelten nur für "normale" Sanierungsarbeiten, nicht aber für die energetische Sanierung. Ein Gutachten der staatlichen Einnahmen-Agentur hat Vorschüsse auf die energetische Sanierung als nicht zulässig erklärt, während man uns für die herkömmlichen Sanierungsmaßnahmen grünes Licht gegeben hat.