Südtirol hat ein neues Landesgesetz Raum und Landschaft.

9 June 2018

Der von LR Theiner vorgelegte Gesetzentwurf wurde am 8. Juni vom Landtag verabschiedet 

Die Vorgehensweise bei der Ausarbeitung des Gesetzentwurfs Raum und Landschaft könnte laut Landesrat Schule machen. "Wenn man so komplexe Bereiche regeln will, dann ist es wichtig, die Gesellschaft möglichst breit in die Ausarbeitung einzubinden, um alle Blickwinkel abdecken zu können", ist der Landesrat überzeugt. Die umfassende Diskussion des Gesetzentwurfs Raum und Landschaft habe zwar viel Zeit in Anspruch genommen, die Investition habe sich aber gelohnt: "Ich bin überzeugt, dass der Entwurf im Zuge der Diskussion mit den Interessengruppen besser geworden ist", unterstreicht Theiner. Sein Dank gelte insbesondere den Mitarbeitern, die an der Ausarbeitung beteiligt waren, ebenso wie den Landtagskollegen für ihre verantwortungsbewusste Zusammenarbeit. Nicht zuletzt seien die Vertreter der Gemeinden zu nennen, die das Vorhaben von Beginn an tatkräftig unterstützt und wesentlich mitgetragen hätten.

Inhaltlich stellt das neue Landesgesetz Raum und Landschaft sowohl den Landschaftsschutz als auch die Raumordnung in Südtirol auf neue Beine. "Die Sicherung einer gesellschaftlich und ökologisch nachhaltigen Entwicklung unseres Landes ist dabei der wichtigste Leitfaden", so der Landesrat. Dazu gehöre die Eindämmung von Flächenverbrauch und Zersiedelung, die durch die Einführung des ganz neuen Instrumentes der Abgrenzung des Siedlungsgebietes garantiert werde. Auch eine verbindlichere Planung sowie schnellere, bürgerfreundlichere Verfahren zählt Theiner als Vorteile des neuen Gesetzes Raum und Landschaft auf. Nicht zuletzt leiste es mit dem Instrument der Preisdeckelung einen wichtigen Beitrag zum leistbaren Wohnen und mit der gestärkten Konventionierungspflicht wird auch dem Ausverkauf der Heimat effizient entgegengewirkt.